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| Basketball:
(BC Marburg e.V. - Blue Dolphins) |
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Marburg gleich Serie aus
Marburg. Nach dem Abpfiff in der Georg-Gaßmann-Halle sah man auf Seiten des BC Marburg und der 1200 Fans nur strahlende Gesichter.
von Michael Schmidt (Oberhessische Presse)
„Jetzt gewinnen wir auch in Wasserburg", sagte Jürgen Hertlein, Präsident des Marburger Bundesligisten, nach der Schlusssirene ohne zu zögern. Marburgs Trainer Hans Brauer blieb zunächst gelassener: „Wir haben bis auf eine längere Auszeit im zweiten Viertel das umgesetzt, was wir wollten". Klang noch ziemlich trocken. Trainersprache eben.
Als Brauer aber von allen Seiten beglückwünscht, umarmt oder auf die Schultern geklopft wurde, war auch ihm klar, was vor wenigen Minuten passiert war. „Das war ein grandiose Leistung, ich bin wahnsinnig stolz auf meine Mannschaft."
Konnte er auch. Denn was der BC Marburg gegen Wasserburg leistete, war wohl in kämpferischer als auch in spielerischer Hinsicht Basketball erster Klasse.
Yvonne Weber war, zumindest was die Punkte betrifft, überragende Akteurin auf dem Feld: 30 standen am Ende zu Buche. Tini Ishaque musste zwar mit puterrotem Kopf 60 Sekunden vor Schluss nach ihrem fünften Foul vom Feld, wurde aber dennoch frenetisch gefeiert. Sie spulte ein enormes Laufpensum herunter, trotz vieler versteckter oder nicht geahndeter Fouls gegen sich.
Zsusza Bellovai und Alex Keil trafen vor allem, wenn's mal eng wurde, Livia Anitics nahm immer wieder gekonnt das Tempo aus dem Spiel, um dann sicher abzuschließen Und Gioconda Mendiola lenkte geschickt das Spiel und brachte mit vielen genauen Pässen die Defense der Wasserburgerinnen aus dem Rhythmus.
Dabei musste einem vor allem nach einem überragenden zweiten Viertel der Gäste Angst und Bange werden: 28:17 war das Resultat in diesen 10 Minuten.
Ebenso überragend spielte aber auch Marburg ein Viertel zuvor. Der BC gewann den ersten Abschnitt 21:12. Dennoch lag der psychologische Vorteil klar auf Seiten des TSV Wasserburg, hatte das Team den klaren Rückstand bis zur Pause in eine 40:38-Führung umgewandelt.
Danach zeigten sich die Marburgerinnen jedoch stark verbessert im Reboundverhalten, kombinierten besser in der Offense und schlossen konzentrierter ab. Der Lohn: Marburg führte nach dem dritten Drittel mit 67:62. Und diesen Vorsprung gab das Team bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand.
Vier Minuten (80:73) vor dem Ende hielt es die Fans nicht mehr auf ihren Sitzen. Mit rhythmischem Klatschen begleiteten sie die Klasse-Leistung ihres BC. Stinksauer war eigentlich nur einer: Wasserburgs Trainer Hans Brei: „Das war nach der Pause erschreckend, welch lächerliche Fehler meine Spielerinnen machten". Brauer sah's anders: „Wir waren eben zu stark!"
BC Marburg - TSV Wasserburg 92:80 (21:12,17:28, 29:22, 25:18).
BC Marburg: Weber (30; 8 Rebounds), Aniticis (16 / 1 Dreier; 7 Reb, 5 Assits), Ishaque (15/2; 9 Ass), Bellovai (15), Keil (9/1), Mendiola (7/1), Zdunek, Özen; Brauer, Koop, Schön, Severdija (alle n.e.). Feldwürfe 53% (34 von 64), Freiw 95% (19/20), Rebounds 29 (def 17, off 12), Ballverluste 15, -gewinne 5.
TSV Wasserburg: Munck (22/1), Guyton (16; 8 Reb), Pop (15/2; 9 Ass, 3 Steals), Carroll (10/2), Breitreiner (7/2), Oberpaul (6), Biro (4). Feldw 49% (33/67), Freiw 47% (7/15), Reb 25 (d 15, off 10), BV 13, BG 6.
SR: Kremer / Ruckt, TK: Molitor
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Autor: marc
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Artikel
vom 15.04.2005, 23:59 Uhr
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