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(I. Box-Club Marburg 1947 e. V.) |
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Waffenschmidt-Turnier in Suhl/TH
Sa, 01. Mai 2010: Boxturnier um den Waffenschmidt-Pokal im Thüringer Wald.
Ein Marburger Sextett nahm daran teil. Raymund Meilinger siegte im Hauptkampf. Schwergewichtler Jerome Speier bot in seinem bisher besten Kampf seiner noch relativ jungen Karriere dem sieggewohnten Nürnberger Emile Habimama Paroli. Kadett Viktor Kolvik und Männer-Halbweltergewichtler Denis Nemilostiwij boxten Unentschieden. Schüler Sergej Jakovlv und Männer-Mittelgewichtler Jegor Sitnikov blieben ohne Gegner. Suhl. Der BoxRing 90 Suhl lud zu seinem traditionellen alljährlichen Waffenschmidt-Pokalturnier in das thüringischeWintersportgebiet ein. Da die Gastgeber versprachen, den Marburgern anläßlich ihres nächsten Heimstarts am 29.08. beim Hessentagsboxturnier in Stadtallendorf einen Gegenbesuch abzustatten, fuhr ein Marburger Sextett ins Nachbarbundesland.
Das dortige Turnier ist traditionell sehr gut besucht, viele Vereine kamen zum Teil sehr weit angereist aus Frankfurt/Oder, Bielefeld oder Nürnberg. Im Duell der 32-kg-Boxer traf der Marburger DM-Qualifikant Viktor Kolvik auf den sehr starken Bayern Daniel Krotter vom BC Bad Wiensheim, der von seinen über 10 im Startausweis registrierten Kämpfen bis auf einen alle -dazu meist vorzeitig- gewonnen hatte. Doch der aktuelle südwestdeutsche Meister aus der Emil-von-Behring-Schule ist auch bereits ein erfahrenener Kämpfer und es entwickelte sich in dieser leichten Gewichtsklasse ein hervorragender Kampf, in dem sich keiner etwas schenkte. Kolvik demonstrierte Sidesteps mit Gegenattacken und Krotter zeigte unbändigen Angriffsdrang. Das Duell "Fighter gegen Techniker" endete schließlich Unentschieden. Auch im Männer-Halbweltergewicht (bis 64 kg) bot der 20jährige Marburger Denis Nemilostiwij dem Suhler Karapet Organov einen typischen Marburger und damit verteidigungsorientierten Boxstil. Das war auch notwendig, denn der Boxer des veranstaltenden Vereins wurde stürmisch angefeuert und lautstark "nach vorne gepeitscht". Der Elftklässler der Kaufmännischen Schulen in Marburg konnte jedoch das Suhler "Kraftpaket" immer wieder in Leere laufen lassen und seinereits mit gestochenen Führhandgeraden kontern. Mit dem am Ende verkündeten Unentschieden wurde weniger die Boxtechnik und Anzahl der Treffer (Meidbewegungen mit erfolgreichem Gegenstoß ergeben i.d.R. zwei Punkte), sondern der Angriffswille des Gastgebers mehr berücksichtigt. Die Schlusskämpfe wurden unter Beteiligung der beiden Marburger Raymund Meilinger im Mittelgewicht und Jerome Speier im Schwergewicht zu Höhepunkten der mit insgesamt 31 Kämpfen überaus vollgepackten und damit ca. 6 Stunden dauernden Veranstaltung. Beide Marburger trafen auf zwei farbige Boxer der Boxabteilung des bayrischen Traditionsclubs 1.FC Nürnberg. Zunächst musste der in Gießen wohnende Jerome Speier in den Ring. Von Beginn an konnte er die vorgegebene Marschroute, mit vorbereitenden akzentuierten Führhandgeraden zu arbeiten und Schlaghände gezielt am Seil anzubringen, konsequent durchsetzen. Die erste Runde ging eindeutig an den für den I.BC boxenden Gießener. Mit viel Willenskraft steckte Emil Habimama auch härteste Treffer ein um dann seinerseits in den Infight zu gelangen. Der farbige Nürnberger wurde stärker, Speier schützte sich zwar gekonnt mit Doppeldeckung, wurde aber angezählt, protestierte dagegen und erhielt prompt eine Verwarnung. Da nützten auch in den Schlusssekunden schöne Führhandtreffer von Speier nichts mehr:
der knappe Punktsieg gehörte dem Bayern. Der stark verbesserte Speier zeigte seinen bisher besten Kampf in seiner gerade erst knapp einjährigen Karriere. Im Schlusskampf trafen zwei Könner aufeinander, wobei es wieder zum klassischen Duell "Boxer gegen Fighter" kam. Der ebenfalls als schlagkräftiger Boxer mit vielen vorzeitigen Siegen bekannte farbige Nürnberger Nuhu Lawal boxt angriffsorientiert. Der Marburger Südwestdeutsche Meister ist bekannt als Defensivkünstler, konnte aber diesmal mit seiner Taktik überraschen und setzte den Bayern von Beginn an unter Druck, manövrierte ihn an die Seile bzw. in die Ringecke und deckte diesern dort mit Schlagserien zu. Immer wenn dann Lawal zum Gegenangriff ansetzte, konnte der Student der sozialen Arbeit aus Wehrda gezielt ausweichen: ihm stand bewusst der freie Ringraum hinter sich zur Verfügung.
Drei solcher schönen Runden der Boxdemonstration "Boxe den Fighter!" sahen einen am Ende einstimmigen Marburger Sieger. Für den kleinen elfjährigen Sergej Jakovlev stand in der 34-kg-Klasse ebenso kein Gegner zur Verfügung wie für den ebenfalls im Marburger Tross mitgereisten Goßfeldener "Newcommer" Jegor Sitnikov im Männer-Mittelgewicht. Unser Bild zeigt das Marburger Sextett vereint vor dem Suhler Boxring, v.l.: Denis Demilostiwij, Jegor Sitnikov, Raymund Meilinger, Jerome Speier und vorne v.l.: Viktor Kolvik und Sergej Jakovlev. Die nächsten Aktivitäten der Marburger Boxer bis zum Hessentags-Boxmeeting in Stadtallendorf am 29.05. sind:
7.-9.5. Teilnahme der Schüler- und Kadetten am Internat. Ostseepokalturnier in Stralsund (mit Sergej Jakovlev,
Viktor Kolvik und Alexander Graser)
8.5.: Öffentliches Training und Vorbereitungssparring in Offenbach (BC Nordend, Am Hafen 19)
a) für die Deutschen Hochschulmeisterschaften vom 14.-16.05. an der UNI Freiburg (mit Raymund
Meilinger, Marc-Lucas Weber, Gor Ohanyan, Andreas Kremer, Meinhard Schmidt, Martina
Labes und Lena Tuckart)
b) für die Teilnahme am BSV93KS-Pokalturnier in der Königstor-SpH in Kassel am Sa, 15.05.
und Turnier in Alzey am So, 16.05. (mit Andre Kinas, Denis Nemilostiwij, Jegor Sitnikov,
Jerome Speier, Erich Lang und Waldemar Adler)
22.05.: Training und Sparring in Offenbach, Hafen 19 (Vorbereitung DM-U15)
23.05.: Teilnahme am Oberurseler Brauhaus-Boxturnier
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Autor: rele
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Artikel
vom 02.05.2010, 15:10 Uhr
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