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| Leichtathletik:
(ASV 1976 Rauschenberg) |
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Zweimal Strongman und einmal Strongwoman
Rund dreihundert Kilometer Westwärts, unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze liegt der kleine Ort Weeze. Einmal im Jahr fallen dort 6000 bis 8000 Läufer ein, um sich bei einem ganz besonderen Event zu quälen. Ein stillgelegtes Militärgelände wird dann wieder zu neuem Leben erweckt. Zweimal muss die 9 km lange Strecke mit insgesamt 27 Hindernissen bewältigt werden. Es geht über Bauschutt und Steine, durch Schlamm und Wasserlöcher - aber nie gerade aus. Vor einigen der hohen Bunker liegen Strohballen, die eine Treppe bilden. Klar kommt dann der Abstieg. Über ein Kletternetz geht es hinab, dann weiter über alte Autoreifen, um schließlich wieder vor dem nächsten Bunker zu stehen. Bei der zweiten Runde kommen viele ohne die Hilfe eines Mitläufers, der sie von Strohballen zu Strohballen hievt, schon gar nicht mehr auf die Bunker. Und während die Einen noch lange nicht das letzte Hindernis der ersten Runde überwunden haben, werden sie von den zum Ziel strebenden Spitzenathleten locker und leichtfüßig überrundet. So lautet denn auch das Motto der Meisten: Nur ankommen! Die beachtliche Zahl von 8914 Läufern hatte sich in diesem Jahr angemeldet, darunter 917 Frauen. Letztendlich gingen 6955 Männer und Frauen an den Start. Und 6563 kamen am Ende auch ans Ziel. Der Schnellste war zum dritten Mal in Folge der 27 Jahre alte Knut Höhler aus Göttingen, der den Lauf mit einer Zeit von 1,42 Stunden und 26 Sekunden gewann. Gleich mehr als dreimal so lange musste gewartet werden, bis der Letzte nach 5:15 Stunden im Ziel war. Irgendwo mittendrin völlig fertig mit Schlamm verschmiertem Gesicht drei Einzelkämpfer aus Rauschenberg.
Bereits zum dritten Male darf sich jetzt der Rauschenberger Dauerläufer Heinz Kaletsch „Strongman“ nennen. Er erreichte das Ziel nach 4 Stunden und 20 Minuten. Nachbar Thorsten Schäfer, den der Laufverrückte zum Mitmachen animiert hatte, hatte bereits knapp eine Stunde und 20 Minuten früher Feierabend. Seine Debützeit betrug 3:01:29 Std., was zum 2088 Platz reichte. Und dann war da noch die Ernsthäuserin Anette Hahn, die mit 3:29:28 Std. im 601 starken Läuferfeld der Frauen einen hervorragenden 236. Rang belegte. Auch die 4. Auflage des StrongmanRun war wieder eine Mischung aus Volksfest, Open Air und Karneval. Einigen der Teilnehmer reichte es nicht, am Ende wie ein Schlamm-Monster auszusehen: Sie verkleideten sich schon vorher. Da waren Superman, (männliche) Hula-Hula-Girls, Anzugträger mit Schlips und Turnschuhen oder ein Imitat von Komiker Borat im neongelben Badeanzug unterwegs. Viele der finisher kamen nicht ohne Blessuren davon. Eine nicht unbedeutende Anzahl von Teilnehmern musste wegen Verletzung aufgeben - oder wurden sogar ins Krankenhaus gebracht. Dennoch zählte der Veranstalter bereits unmittelbar nach dem Lauf knapp 2000 Anmeldungen für das nächste Jahr.
Heinz-Dieter Henkel
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Autor: hehe
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Artikel
vom 24.05.2010, 17:43 Uhr
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Bruno Labbadia Ach, solche Sachen soll man nicht unnötig hochsterilisieren.
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