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(I. Box-Club Marburg 1947 e. V.) |
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Boxturnier in Saalfeld/Thüringen
Marburger Nachwuchsboxer überzeugen beim 15. Intenationalen "Hans `Ali´ Weidehaas Gedächtnisturnier Turnier im thüringischen Saalfeld. Die reduzierte Marburger Staffel konnte ihren im letzten Jahr an gleicher Stätte gewonnenen Mannschaftspokal für das punktbeste Team nach Gastgeber Saalfeld nicht verteidigen. Das vierköpfige Marburger Team stellte aber in den drei 14jährigen Junioren Ibrahima Diallo, Alexander Graser und Max Martyn 3 Turniersieger und hatte in dem jüngsten, aber erfahrensten Vereinskameraden Sergej Jakovlev einen unglücklichen, weil umstrittenenen Verlierer nach Punkten zu verzeichnen.
Der I. BC Marburg nahm zum 4.Mal am alljährlichen Internationalen Wochenend-Boxturnier in Saalfeld teil. Weil die gemeldeten Männerboxer des I.BC aus studienbedingten und beruflichen Gründen und die einzige Frau, die reisewillige Lena Tuckart, ebenfalls kurzfristig zu Hause bleiben mussten, weil ihre vorgesehene Gegenerin erkrankte, konnte das übrig gebliebene vierköpfige Nachwuchsteam den 2.Platz in der Mannschaftswertung aus dem Vorjahr nicht mehr verteidigen.
Trotzdem standen die Marburger ihren Mann.
Im Papiergewicht bis 34 kg traf der 12jährige Sergej Jakovlev auf den 3. der gerade vergangenen Deutschen Meisterschaften der 13-14jährigen Kadetten (wir berichteten, u.a. auch über den Marburger Deutschen Meister Viktor Kolvik) . Da der Marburger bereits viel Boxerfahrung mitbrachte, konnte er den ein Jahr älteren Mustafa Chettata von der SG Chemie Bitterfeld boxen. Das Gefecht war sehr ausgeglichen. Chettata agierte angriffslustiger aber mit vielen verbotenen Innenhandschlägen. Sergej kämpfte verteidigungsorientiert mit sehenswerten Gegenangriffen und wollte den Punktrichtern klar machen, dass er der verdiente Sieger ist. Zwei der drei thüringischen Punktrichter entschieden sich zum Kopfschütteln der Marburger Crew aber für den Bitterfelder.
Aufgrund der guten Leistung durfte Jakovlev noch mal am Sonntag ins Finalgeschehen eingreifen. Aber auch hier hatten die Punktrichter sich am Ende für den kleinen Rene Hejda vom tcheschischen Team Banik Sokolov entschieden. Hejda hatte am Vortag auch knapp und umstritten gegen den Bitterfelder Benjamin El Rhouizi verloren und erhielt am Ende zum Leidwesen der Marburger das Punkturteil als kleine Entschädigung. Dieser Bitterfelder Youngster scheiterte dann aber am Sonntagmorgen trotzdem an einem Marburger. Max Martyn wollte das Risiko einer Punktniederlage nicht eingehen und trat in allen drei Runden als "Chef im Ring" auf. Der Beltershäuser agierte ständig, kontrollierte den Kampf gegen Benjamin El Rhouizi mit einer starken Führhand und setzte am Seil die Akzente zum einstimmigen und sehr deutlichen Punktsieg. Am Samstag zuvor hatte der Beltershäuser Freilosbesitzer ein Wettkampsparring über drei Runden gegen den mit 30 Kämpfen bereits sehr erfahrenen süddeutschen Schülermeister Jonas Stang vom BC Villingen-Schwenningen mit guten Techniken bestritten. Auch Kadetten-Leichtgewichtler Ibrahima Diallo absolvierte als relativer Anfänger ein Wettkampfsparring gegen einen Brandenburger Landesmeister, den mit über 20 Kämpfen bereits sehr erfahrenenen Felix Hahn vom SV Motor Babelsberg.
Dabei setzte der Marburger dem Babelsberger in allen drei Runde so gehörig zu, dass dieser seiner Favritenrolle am Sonntagorgen im Finalkampf nicht mehr nachging und auf den Kampf verzichtete. Diallo traf im Finale auf den Roßweiner Daniel Rodionov und hatte diesen durch seinen Vortagsauftritt ein wenig eingeschüchtert. Rodionov hatte zwar bereits 15 Kämpfe im Startbuch gegenüber drei von Diallo, stand aber trotzdem von Anfang an auf verlorenem Posten. Der 14jährige Marburger gewann alle drei Runden deutlich. Nach harten Geraden wurde Rodionov zweimal schützend angezählt. Zum vorzeitigen Sieg fehlten dem Marburger aber noch die nötigen Erfahrungswerte. Der Frankenberger Alexander Graser konnte am Samstag nicht eingesetzt werden, weil er ein Freilos zog. Erst am Finalsonntagmorgen kämpfte er um die Siegerschärpe. Der Ortenbergschüler wusste, dass er mehr machen muss, als normal nötig, um auswärts zu gewinnen.
So ließ er den selbstbewusst auftretenden Nordhäuser Benedikt Reichert, der am Vortag noch vorzeitig gewonnen hatte, kaum zur Entfaltung kommen. Graser machte den besten Kampf seiner noch jungen Karriere und bekam am Ende viel Lob -auch vom Trainer seines Gegners, der den Sieg Grasers anerkannte. Vielleicht war es wie eine Entschuldigung für das vom Punktgericht am Ende errechnete Unentschieden, dass der Frankenberger Ortenbergschüler am Ende ebenso seine Urkunde -mit dem 1.Platz signiert- wie auch die Siegerschärpe und Goldmedaille überreicht bekam.
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Autor: rele
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Artikel
vom 14.06.2010, 23:06 Uhr
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