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| Basketball:
(BC Marburg e.V. - Blue Dolphins) |
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Marburger Mädels im DM-Halbfinale
Marburgs starke Abwehr raubt Saarlouis' Kader die Kraft
Marburg/Saarlouis. Mit hervorragender Defensivarbeit mauerte sich der BC Marburg gegen den TV Saarlouis in zwei Spielen ins Halbfinale der Playoffs, wo das Team auf Angstgegner Wasserburg (2:0 gegen Freiburg) trifft.
Marcus Richter und Florian Lerchbacher (OP)
„Ich hoffe nicht, dass es ein drittes Spiel gibt“, hatte Marburgs Trainer Hans Brauer am Samstag nach dem denkbar knappen 54:52-Heimerfolg gesagt. Seine Mannschaft tat ihm den Gefallen und schaltete den TV Saarlouis durch einen 71:44-Auswärtssieg am Montag souverän in zwei Partien aus.
„Wir müssen erneut intensiv verteidigen“, lautete Brauers Forderung nach dem ersten Spiel. Entsprechend gingen seine Spielerinnen gestern zu Werke, führten nach fünf Minuten bereits mit 13:5, ließen die Gastgeber aber bis zum Ende des Auftaktviertels auf 13:16 herankommen. TV-Trainer René Spandauw ahnte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sein kleiner Kader im spannenden ersten Playoffspiel zu viel Kraft gelassen hatte.
Seine Befürchtungen bewahrheiteten sich: Achteinhalb Minuten lang blieb seine Mannschaft ohne Punkt, ehe Barbara Csipko denn Bann brach und zwei von vier Punkten des TV Saarlouis im zweiten Viertel erzielte.
Der BC hatte bis zur Pause (30:17) für eine Vorentscheidung gesorgt, an der defensiv exzellenten Leistung hatten insbesondere Alex Keil und Daniela Zdunek maßgeblichen Anteil. Auch nach dem Wechsel machte das Team weiter Dampf. Ein 8:0-Lauf ließ endgültig alle Zweifler verstummen, auch wenn Spandauw fortan eine neue Abwehrformation spielen ließ, die rund fünf Minuten keine Punkte zuließ. Sein Team profitierte von der BC-Flaute jedoch nicht, da auch Marburg weiterhin gut verteidigte.
Im vierten Viertel passierte nicht mehr viel, außer, dass die Gäste ihren Vorsprung weiter ausbauten und mit einem sicheren Sieg das Halbfinale erreichten. „Es gelang uns, zu 100 Prozent die individuellen Stärken der Gegnerinnen auszuschalten. Am Samstag waren es nur fast 100 Prozent“, freute sich Brauer und ließ zum Beweis einen kleinen Blick in seine Taktik zu: Unter Anderem sollten keine einfachen Dreier von Katja Zberch und Csipko zugelassen werden. Am Ende stand nur ein erfolgreicher Distanzwurf bei elf Versuchen für die beiden zu Buche.
Im ersten Spiel der Serie hatte Marburgs Defensive ebenfalls erheblichen Anteil am Sieg. 650 Anhänger hatten in der kleinen Halle am Georg-Gaßmann-Stadion für ordentlich Stimmung gesorgt.
„Wir hatten viel Glück“, freute sich Brauer und betonte, dass sein Team ein solches Spiel eigentlich hätte früher entscheiden müssen. Marburg glänzte in der Defensive, wurde aber offensiv von der ebenfalls guten Abwehr der Gäste vermehrt zu Einzelaktionen gezwungen.
Der BC war gut aus den Startlöchern gekommen und lag dank einer starken Verteidigung nach 5 Minuten mit 8:2 in Führung. Bis zum Ende des ersten Viertels baute Marburg den Vorsprung auf 19:10 aus. Zwei Dreier in Folge brachten im zweiten Viertel den TV jedoch wieder ins Spiel (25:16).
Tini Ishaque sorgte aber mit zwei Dreiern und der Unterstützung ihre Teamkameradinnen dafür, dass die Blue Dolphins eine 35:28-Führung in die Pause retteten. Die Spannung der ersten Halbzeit wurde im zweiten Durchgang auf den Höhepunkt gesteigert.
Saarlouis verkürzte bis zum Ende des dritten Viertels auf 41:46. Angetrieben von Centerin Joskeen Garner, die unter dem Korb zu einer Macht wurde, glichen die Gäste zum 50:50 aus, wobei das Schiedsrichtergespann Conny Grassl/Herbert Schmidt mehrfach für Unmut auf beiden Bänken und bei den Zuschauern sorgte. „Sie haben das Spiel mitgestaltet. Das ist eigentlich nicht ihre Aufgabe“, fiel der Kommentar der beiden Trainer aus.
Es folgte eine dramatische Schlussphase, in der beide Mannschaften etwas verkrampften und das Offensivspiel stockte, Marburg das bessere Ende aber für sich hatte. „Ich liebe knappe Spiele, so lange wir sie gewinnen“, fasste Brauer zusammen, während Präsident Jürgen Hertlein beklagte, die Partie habe ihn viel zu viele Nerven gekostet. Immerhin hatten die Gäste 14,5 Sekunden vor dem Ende nocheinmal Ballbesitz gehabt, die Chance zum Ausgleich aber nicht mehr nutzen können.
Spiel 1:
Marburg - Saarlouis 54:52 (19:10, 16:18, 11:13, 8:11)
Marburg: Ishaque 17 Punkte / 2 Dreier (8 Rebounds, 4 Assists), Weber 12, Anitics 8, Bellovai (3 Ass.), Mendiola 4 (5 Ass.), Özen 4, Keil 2, Zdunek; Brauer, Koop, Severdija, Skrzypczak (alle n.e.). Feldwürfe 41% (23 von 56), Freiw 67% (6/9), Reb. 28 (def 20, off 8), Ballverluste 15, -gewinne 8.
Saarlouis: Polonyiova 14/1, Zberch 12/1, Garner 11 (15 Reb.), Flesland 8, Csipko 5/1, Schönecker 2, Dziurdzia. Feldw 37% (19/51), Freiw 50% (10/20), Reb 26 (d 18, o 8), BV 23, BG 3.
Spiel 2:
Saarlouis - Marburg 44:71 (13:16, 4:14, 12:19, 15:22)
Saarlouis: Polonyiova, Zberch je 10/1, Garner 8 (19 Reb.), Delbé 5/1, Flesland 5, Csipko 4, Dziurdzia 2, Schönecker. Feldw 31% (18/59), Freiw 29% (5/17), Reb 29 (d 12, o 12), BV 17, BG 8.
Marburg: Mendiola 19/2, Bellovai 13, Ishaque 11 (9 Reb.), Weber 10, Keil 9, Zdunek 5, Anitics, Özen je 2; Brauer, Koop, Severdija, Skrzypczak (alle n.e.). Feldw 55% (27/49), Freiw 71% (15/21), Reb 31 (d 29, o 2), BV 15, BG 9. Weiterhin hat sich Hauptrundensieger BG Dorsten vorzeitig für das Halbfinale durchgesetzt (2:0 gegen die BSG Ludwigsburg).
Die Entscheidung zwischen der BG Göttingen und NB Oberhausen fällt erst im dritten Spiel. Playoff-Übersicht unter: http://www.dbbl.de/index1.asp?s=spiel&liga=1&plan=4&saison=5&tab=0
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Autor: marc
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Artikel
vom 29.03.2005, 21:43 Uhr
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