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| Rugby:
(Rugby Union Marburg e. V.) |
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Internationales Rugby- Turnier
Dauerregen und vielfältige nationale Turnier- Konkurrenz unter anderem durch deutsche Meisterschaften konnten die Rugbyspieler am Pfingstsamstag nicht davon abhalten, das von der Teilnehmerzahl größte deutsche Pfingstrugbyturnier steigen zu lassen. Zum ersten Mal dabei: die Mannschaft der Partnerstadt und Partneruniversität Poitiers. Der Gegenbesuch der Franzosen war das Ergebnis eines schon seit 1998 bestehenden Kontakts und regelmäßigen Besuchs der Marburger Rugbyspieler und -spielerinnen im Poitou. Hierbei können sich Marburger Studenten seit Jahren nicht nur von der Qualität des französischen Rugbys sondern auch von der ausgezeichneten Küche im Rathaus der Partnerstadt überzeugen.
Nachdem die französischen Mannschaften am Pfingstsamstag Morgen von Stadtrat Dr. Franz Kahle im Marburger Rathaus offiziell und herzlich empfangen worden waren, eilten sie zum Rugbyplatz „Afföllerwiesen“, um dort dem ovalen Ball hinterher zu jagen.
Für die Franzosen hätte es auch sportlich ein Erfolg auf ganzer Linie werden können, wenn ihnen die Marburger Damenmannschaften nicht einen Strich durch die Rechnung gemacht hätten. Die Damen, immerhin amtierender Hochschulmeister, konnten zwei Mannschaften aufbieten und bezwangen die Gäste aus der Partnerstadt klar mit 5:1 bzw. 6:2 Versuchen. Versuch heißt beim Rugby der Vorgang, den Ball in der Endzone des Gegners- dem Malfeld- abzulegen. Weitere Siege gelangen den Marburgerinnen gegen Frankfurt, Mainz und Gießen, so dass sie am Ende das Damenturnier klar dominierten. Zum Abschluss des Damenturniers gab es ein Einlagespiel im Zwölfer- Rugby zwischen einer internationalen Auswahl aus Marburger Sportstudierenden und den Französinnen sowie den Marburger Damen. Hierbei siegte das Deutsch- Franzosische Team.
Die Herren aus Poitiers, immerhin mit einigen Spielern aus der höchsten Amateurliga Frankreichs auflaufend, wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Nachdem sie in der Vorrunde die Mannschaften aus Offenbach, Frankfurt und Darmstadt geschlagen hatte, standen sie im Endspiel gegen die Marburger Auswahl. Diese hatte in der Vorrunde Hanau, Göttingen und Giessen geschlagen und konnte sich im Halbfinale gegen den Zweitligisten aus Offenbach überraschend deutlich mit 4:1 Versuchen durchsetzen. Die Marburger, gemischt aus Spielern der Uni- Mannschaft und der Rugby- Union, vermochtem dem schnellen und variantenreichen Spiel der Franzosen im Finale nichts mehr entgegen zu setzen und verloren deutlich mit 6:1 Versuchen. Das Fazit der Marburger fiel überwiegen positiv aus auch wenn das schlechte Wetter und ausbleibende finanzielle Zuschüsse unterm Strich ein Defizit für die Ausrichter bedeuteten. Die Gastmannschaften versprachen im nächsten Jahr wiederzukommen, wenn es wieder heißt „Ankick zu den Bosch- Sevens in Marburg“.
Hans Niggemann
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Autor: jaal
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Artikel
vom 18.05.2005, 20:20 Uhr
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