Durch den ersten „Hunderter“ der Saison haben die Marburger Erstliga-Basketballerinnen den dritten Tabellenplatz nach Abschluss der Hauptrunde bereits am vorletzten Spieltag endgültig nach unten abgesichert.
Das Knacken der 100-Punkte-Marke wurde aber in der Schlussphase von den Gastgebern begünstigt, die, für die meisten der rund 1000 Zuschauer unverständlich, mehrere taktische Fouls begingen und den BC dadurch reihenweise an die Freiwurflinie schickten. "Wir haben für die Pokal-Endrunde und für die Playoffs experimentiert“, erklärte BG‘74-Coach Mahmut Ataman, dem die Höhe der Niederlage dann auch wenig Kopfzerbrechen bereitete.
Im letzten BC-Heimspiel vor den Playoffs hatten allerdings die Gäste den besseren Start erwischt. Marburg fand zunächst kein Mittel gegen die Niedersächsische Dreierflut: Sechs erfolgreiche Distanzwürfe bescherten den „Veilchen“ dann auch nach den ersten zehn Minuten eine 27:24-Führung.
Dann stellten die Lahnstädterinnen die Verteidigung um und Göttingen kam in den nächsten zehn Minuten nur noch zu einem einzigen Dreier. Auf der anderen Seite fanden Tini Ishaque und Yvonne Weber immer besser in die Partie, erzielten zusammen 15 Zähler und brachten ihr Team zur Pause mit 48:47 nach vorne.
Auch nach dem Seitenwechsel präsentierten die Gastgerinnen ihr flottes Angriffsspiel, konnten sich aber nicht richtig absetzen, weil vor allem Göttingens Jennifer Kerns nun immer wieder von außen traf, während die BC-Centerriege (Weber, Anitics, Bellovai) die langen BG-Damen (Danckert, Ernest) gut im Griffe hatten. Das Rebound-Verhältnis von 42:22 zu Gunsten der Marburgerinnen spricht Bände. Beim 73:67 für die Hessinnen ging es in den Schlussabschnitt.
Dort blieb es drei Minuten lang ausgeglichen (75:73), doch dann legten die Marburger Mädels einen furiosen Zwischenspurt aufs Parkett und erzielten, unter dem tosenden Beifall des tollen Pubikums, neun Punkte in Serie. Technische Fouls gegen Göttingens Spielerin Kerns und Trainer Ataman wegen Meckerns bescherten dem BC weitere Vorteile.
Nachdem Gio Mendiola in der Schlussphase gleich viermal von der Freiwurflinie „verweigert“ hatte, blieb es der dienstältesten Marburgerin vorbehalten, den den vielumjubelten 100. Punkt zu erzielen. Alex Keil traf fünf Sekunden vor der Sirene per Freiwurf zum 100:28-Endstand.
Nicht nur Hessens Sportminister Volker Bouffier war begeistert. Auch Marburgs Coach Hans Brauer freute sich natürlich über den Erfolg: "Wir wollten schon mal den Playoff-Spirit spüren, das ist uns gelungen.“
Damit kann den BC-Mädels der dritte Platz nicht mehr streitig gemacht werden, während sie ihrerseits noch auf Platz zwei vorrücken könnten. Dazu ist allerdings am letzten Spieltag ein beim amtierenden Meister TSV Wasserburg ein Sieg mit mindestens elf Punkten Differenz nötig.
Der Termin für das erste Playoff-Heimspiel steht indes bereits fest. Am Ostersamstag, 26.3., treten die Marburgerinnen in der Georg-Gaßmann-Halle zum ersten von maximal drei Viertelfinal-Partien an. Am Ostermontag folgt Spiel zwei in der Fremde. Sollten beide Kontrahenten je eine Begegnung gewinnen, käme es am folgenden Wochenende (2. oder 3.4.) zum Entscheidungsspiel in Marburg.
Kompletter Spieltag, Spielplan und Tabelle: http://www.dbbl.de/index1.asp?s=spiel&liga=1&plan=3&saison=5&tab=0&tag=21
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Das Marburger Zweitliga-Team hat sich mit einem Heimsieg vom eigenen Publikum verabschiedet. Mit einem vor allem im letzten Viertel eindrucksvoll herausgespielten 85:58 fegten sie die im Hinspiel noch mit 17 Zählern Differenz siegreiche DJK Würzburg förmlich aus der Halle.
Nachdem die Gäste bereits auf 17:8 enteilt waren, brachte die Einwechslung von Viktoria Ribel die nötige Gradlinigkeit in Spiels. Bis zum Viertelende hatten die Marburgerinnen den Rückstand wettgemacht und bestimmten nun ihrerseits die Begegnung weitestgehend.
Natascha Heuser fand immer die Lücken in der Gäste-Abwehr und zog zielstrebig zum Korb. Und wenn das mal nicht funktionierte, wurde einfach der Ball in die treffsicheren Hände von Centerin Lisa Koop gegeben, die nicht nur 28 Punkten bersteuerte, sondern auch noch fünf gegnerische Würfe blockte.
Auf Seiten der DJK hielt einzig die kanadische Altinternationale Janet Fowler-Michel (25 Punkte) mit. Im Schlussabschnitt ließen sich die nur zu siebt angereisten Gäste regelrecht abschießen und so darf der BC weiter auf Vermeidung des elften und letzten Platzes hoffen.
Dazu ist am kommenden Samstag ein eigener Sieg in Sandhausen nötig, und zudem müsste die Konkurrenz patzen. Absteigen wird der BC hingegen wohl nicht müssen. Nur der in der 1.DBBL-Abstiegsrunde, aus der die beiden letzten Teams absteigen, bisher Bestplatzierte BBV Leipzig würde in die Süd-Staffel rutschen und den Zweitliga-Elften in die Regionalliga schicken. Die drei anderen Erstliga-Kellerkinder (Bensberg, Bonn, Halle) würden dem Norden zugeordnet.